Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung Zeithain

Die Sozialunternehmen Förster GmbH bietet am Standort Zeithain einen Platz im Rahmen von stationärer Jugendhilfe nach § 34 SGB VIII, auch in Verbindung mit § 35a SGB VIII. Das Aufnahmealter für diese Betreuungsform beginnt ab dem 8. Lebensjahr. Es sollen weibliche und männliche Kinder und Jugendliche ein Zuhause auf Zeit erhalten, bis eine Rückführung in den elterlichen Haushalt möglich oder die wirtschaftliche Selbständigkeit erreicht ist.

Der örtliche Jugendhilfeträger ist das Jugendamt des Landkrieses Meißen. Aufgenommen werden Kinder und Jugendliche vorrangig aus dem Jugendamtsbereich Erfurt, erst nachrangig aus dem gesamten Bundesgebiet.

Perspektivisch ist eine Erweiterung auf zwei Plätze geplant.

Das Projekt ist konzipiert für zwei Kinder/zwei Jugendliche, die folgende Diagnosen haben können:

  • Bindungsstörung des Kindesalters mit Enthemmung
  • Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
  • assoziierte aktuelle abnorme psychosoziale Umstände, durch:
    • Mangel an Wärme in der Eltern- Kind Beziehung
    • Disharmonie in der Familie zwischen den Erwachsenen
    • feindliche Ablehnung oder Sündenbockzuweisung gegenüber dem Kind
    • Zustand nach körperlicher Kindesmisshandlung
    • inadäquate oder verzerrte intrafamiliäre Kommunikation
    • Erziehung in einer Institution
    • Ereignisse die zur Herabsetzung der Selbstachtung führen
    • unmittelbare, beängstigende Ereignisse
  • die ständige Aufsicht und Steuerung benötigen

Die zu betreuenden Kinder/Jugendlichen benötigen ein zu Hause. Sie brauchen einen Ort, der ihnen Sicher- und Geborgenheit gibt, in dem sie sich wohlfühlen, in dem sie sich zurückziehen und von wo aus sie Erfahrungen machen können.

Die Kinder/Jugendliche benötigen feste und langfristige Bezugspersonen, die Zeit haben, sich regelmäßig zu regenerieren, bei denen sie es durch ihr Verhalten nicht schaffen, sie energetisch auszusaugen, die Spaß an der Arbeit mit ihnen haben, die ihnen immer wieder mit Vertrauen entgegentreten.

Die Kinder/Jugendlichen brauchen Grenzen. Sie brauchen Menschen, die es dauerhaft nicht scheuen, ihnen Grenzen zu setzen, die auf ihre Reaktionen vorbereitet sind, die ihnen Erklärung und Reflexion geben und die mit ihnen jeden Morgen bewusst als neuen Tag beginnen.

Die Kinder/Jugendlichen brauchen sinnstiftende Beschäftigung, die es ihnen ermöglicht, fundiertes Allgemeinwissen zu erlangen, Verantwortung zu übernehmen und positive Erfahrungen des Zusammenlebens zu verinnerlichen. Sobald eine Integration in das Schulsystem möglich ist, wird darauf zurückgegriffen.

Mit dem Haus in Zeithain wurde ein Objekt gefunden, welches Betreuungsperspektive ermöglicht: Gemeinsame Wohnküche und Wohnzimmer, Klienten- und Betreuerbad, zwei große Kinderzimmer und ein kleines für jeden Betreuer. Ein nutzbares Außengelände und eine einzurichtende Werkstatt runden die Infrastruktur ab.

Die zu betreuenden Kinder/Jugendlichen haben damit ein zu Hause. Die Betreuer haben langfristig eine Möglichkeit der Privatsphäre, was ein Garant für die Minderung der Fluktuation sein kann. Es gibt genügend Betätigungsmöglichkeiten. Das Anlegen und Pflegen von Beeten, die Reparatur von kaputt gegangenen Gegenständen, Kreative Betätigung mit verschiedensten Materialien u.v.m.

Die Betreuenden wechseln im Bausteinprinzip:

Dadurch kann sichergestellt werden, dass die in der Teamklausur getroffenen Vereinbarungen auf lange Sicht einheitlich von allen MitarbeiterInnen eingehalten werden und sich über Wochen und Monate, wie ein roter Faden durchziehen. Darüber hinaus ist die Reflexion der alltäglichen Arbeit garantiert und fließt in die wöchentlichen Übergaben ein. Die Kinder/Jugendlichen werden es sehr schwer haben, die BetreuerInnen untereinander zu manipulieren und auszuspielen.

Der Personalwechsel erfolgt immer donnerstags.

Gern können Sie die ausführliche Konzeption erhalten. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.